

Das strahlende Risiko
Die Risiken der Atomkraft sind unbeherrschbar. Das hat sich seit Tschernobyl nicht geändert. Störfall reiht sich an Störfall: Egal ob in den deutschen AKWs Brunsbüttel, Krümmel, Biblis A und B bzw. Isar 1, in Schweden (Forsmark), Frankreich (Tricastin) oder Slowenien (Krsko). Atomkraft ist heute nicht sicherer als früher. Im Gegenteil: Je älter die Reaktoren werden, desto störanfälliger werden sie und desto höher sind die Sicherheitsrisiken.
Terrorschutz
Der 11. September 2001 hat eine neue Dimension der terroristischen Bedrohung aufgezeigt. Darauf sind die Atomkraftwerke nicht vorbereitet, denn jahrzehntelang ging man von der falschen Sicherheitsphilosophie aus, dass ein Attentäter bei einem potenziellen Anschlag sein eigenes Leben nicht riskieren würde. Aus dieser neuen Bedrohung ergeben sich eklatante Sicherheitsprobleme vieler Atomkraftwerke.
Atommüll
Auch nach über 50 Jahren ziviler Nutzung der Atomenergie weiß man nicht, wie Atommüll sicher gelagert werden kann – das zeigt der aktuelle Skandal um das Versuchsendlager Asse in Niedersachsen sehr deutlich. Aber auch die Manipulationen rund um Gorleben zeigen, dass die zögernde Suche nach dem deutschen Endlager vor allem von Verantwortungslosigkeit geprägt war und nicht vom Willen nach der besten Lösung. Die CSU und die Bayerische Staatsregierung fürchtet die Debatte um den Atommüll, wie der Teufel das Weihwasser.
Uranabbau
Lange bevor die erste Kilowattstunde Strom in einem Atomkraftwerk erzeugt wird, werden schon viele Menschen und große Landstriche radioaktiv verseucht. Der Uranabbau verursacht gigantische Umwelteingriffe, jedoch nicht bei uns, sondern oft weit entfernt von den Nutzerinnen und Nutzern des Atomstroms, vor allem bei indigenen Völkern. Uranabbau – eine moderne Form des Kolonialismus.