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Die Krise der Finanzmärkte und die Sorge um die Stabilität des Euro haben zu einer tiefen Verunsicherung geführt, die weit über die Welt der Wirtschaft hinausreicht. Das Finanz¬marktdesaster ist bei den Menschen angekommen und längst zu einem gesellschaftspolitischen Thema geworden. Aus dieser Krise werden Rettungspakete allein nicht heraushelfen. Es bedarf einer neuen Gestaltung der Finanzmärkte, der Einführung eines Ordnungsrahmens, der auch gesellschaftspolitische und soziale Verantwortung als Eckpunkte des Wirtschaftens anerkennt. Aber auch 20 Monate nach dem Desaster fehlen gemeinsame europäische Instrumente zur Finanzmarktregulierung. Wir leben in einer Währungsunion, der eine gemeinsame Wirtschaftspolitik fehlt.
Sven Giegold, Europaabgeordneter der Grünen, Wirtschaftswissenschaftler und Attac-Gründer, fordert eine koordinierte EU-Wirtschaftspolitik: „Der beste und signifi¬kanteste Schritt dazu wäre die Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer. Sie würde durch die Verringerung der Attraktivität kurzfristiger Spekulationen ein wichtiges Instrument für Marktregulierung darstellen.“
Dr. Martin Runge, wirtschafts- und europapolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, sieht in der Krise „die vielleicht letzte Chance und Aufforderung zu einer radikalen Umkehr in der Wirtschaftspolitik.“
Margarete Bause diskutiert mit Sven Giegold und Martin Runge, ob und wie man den globalen Finanzmärkten Regulierungen auferlegen soll.
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns über neue Wege in der Wirtschaftspolitik nachzudenken!
TeilnehmerInnen:
| Sven Giegold, Europaabgeordneter Bündnis 90 / Die Grünen Koordinator Ausschuss Wirtschaft und Währung im Europäischen Parlament |
| Dr. Martin Runge, MdL, Wirtschafts- und europapolitischer Sprecher Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag |
| Moderation: Margarete Bause, MdL, Fraktionsvorsitzende |
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