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München (bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren die Selbstbeweihräucherung von Sozialministerin Haderthauer bei ihrer Jahres-Bilanz. "Probleme werden nicht dadurch gelöst, dass man sie klein redet", erklärt die sozialpolitische Sprecherin Renate Ackermann. "Wenn Frau Haderthauer den Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige bei 22 Prozent sieht, hat sie wohl sämtliche Großmütter mit rein gerechnet". Bayern sei nach wie vor bei der frühkindlichen Bildung hinten dran. "Eine 'hohe Dynamik' im Ausbau ist immer nötig, wenn man bei null anfängt." Bei einem aktuellen Vergleich in der Kinderbetreuung ab drei Jahren des Instituts für deutsche Wirtschaft liege Bayern mit 89,5 Prozent der betreuten Kinder nur auf Platz zwölf der Bundesländer.
Auch das Betreuungsgeld als Erfolg zu feiern halten die Grünen für ein falsches Signal. "Das Betreuungsgeld richtet sich gegen die frühkindliche Bildung, weil gerade sozialschwache Familien ihre Kinder dann zu Hause lassen – was man ihnen nicht verdenken kann", so Renate Ackermann.
Was die erweiterten Möglichkeiten, osteuropäische Hilfskräfte zu beschäftigen angeht, befürchten die Landtagsgrünen eine Abwärtsspirale in der Pflegequalität und eine zunehmend prekäre Situation für ambulante Pflegedienste, die jetzt schon finanziell sehr schlecht ausgestattet sind. "Damit erweist man dem Grundsatz ambulant vor stationär einen Bärendienst."