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München (sip). Die Einführung des umstrittenen Büchergelds wird die soziale Schieflage an den bayerischen Schulen weiter verschärfen, warnen die Grünen: "Die Staatsregierung hat keinerlei Vorkehrung getroffen, einen Ausgleich für die Schulen zu schaffen, die einen hohen Anteil an Kindern aus finanziell schlechter gestellten Familien haben", schlägt die bildungspolitische Sprecherin Simone Tolle Alarm. Wird nämlich ein Kind aus sozialen Gründen von der Zahlung des Büchergelds befreit, erhält die Schule anstatt 20 oder 40 Euro pro Kind nur den übrig gebliebenen Staats- bzw. Kommunalzuschuss von 6 Euro: "Das heißt im Klartext: Eine Schule in einem sozialen Brennpunkt hat unterm Strich wesentlich weniger Geld für die Anschaffung von Schulbüchern zur Verfügung als Schulen in einem finanziell starken Einzugsgebiet. Damit schafft die Staatsregierung Schulen erster und zweiter Klasse."
Alle Propaganda aus dem Kultusministerium, das Büchergeld sei sozial abgefedert und diene dem 'beschleunigten Wissenstransfer' sei damit auf dem Kopf gestellt. Simone Tolle: "Mit dem Büchergeld öffnet sich die soziale Schere an Bayerns Schulen weiter, denn gerade die Kinder aus sozial schwächeren Elternhäusern bekommen jetzt auch noch eine schlechtere Bücherausstattung. Damit wird die verhängnisvolle Verknüpfung von sozialer Herkunft und Schulerfolg weiter vorangetrieben." Die Grünen fordern daher die sofortige Rücknahme des Büchergelds.