Am 18. August 2010 starb der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag an einer Krebserkrankung.

"Sepp Daxenberger war und ist für uns Grüne nicht nur eine wichtige Identifikationsfigur mit großer politischer Strahlkraft - er war für uns auch ein ganz besonders liebenswerter Mensch, mit dem jeden von uns persönlich viel verbunden hat. Uns, seinen früheren Kolleginnen und Kollegen, fehlt Sepp Daxenberger nach wie vor sehr", so Fraktionsvorsitzender Dr. Martin Runge. Fraktionsvorsitzende Margarete Bause ergänzt, dass es der grünen Landtagsfraktion daher ein großes Anliegen sei, die Arbeit von Sepp Daxenberger und die Themen, die ihm besonders am Herzen lagen, fortzusetzen. "Dazu zählen insbesondere der Natur- und Umweltschutz, die Energiewende und der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft. Wir sind sicher, dass es den Sepp sehr gefreut hätte, wenn er unseren grünen Erfolg beim Ausstieg aus der Atomkraft noch hätte miterleben dürfen."
Sepp Daxenberger war ein Mensch mit starkem Charakter, der sich bis zum Schluss nicht hat unterkriegen lassen und dabei nie seinen Humor und Optimismus verloren hat. Sepp Daxenberger hat als nimmermüder Kämpfer für den Erhalt der Schöpfung und als Streiter für Demokratie von unten die bayerische Politik mit geprägt. Er hat bewiesen, dass konservativ und weltoffen keine Gegensätze sind.
Im Gedenken an die Person und das Wirken des ehemaligen Fraktions- und Landesvorsitzenden wurde der "Sepp-Daxenberger-Preis" ausgelobt. Unter dem Motto "Verändern, um zu bewahren" sollen Organisationen oder Personen den Preis erhalten, die sich für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen. "Eine intakte Umwelt und der Einsatz gegen den Raubbau an der Natur waren für Sepp Daxenberger seit jeher das wichtigste Ziel", so die Grünen-Landesvorsitzende Theresa Schopper, MdL. In diesem Sinne wird der Sepp-Daxenberger-Preis erstmals im Oktober 2011 und künftig alle zwei Jahre vergeben. Weitere Informationen zum Sepp-Daxenberger-Preis.
Für Sepp Daxenberger ist Anne Franke in den Bayerischen Landtag nachgerückt.